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Dezember 13, 2007

freies Schreiben trainieren

Gespeichert unter: Tipps — leaboos @ 12:54

Kreatives Schreiben ist zwar selten Gegenstand von Klassenarbeiten, wird aber häufig als Hausaufgabe aufgeben und hat im „späteren Leben“ eine große Bedeutung.

Wie überwindet man also die berüchtigte „Angst vor dem leeren Blatt“?

Ideen sammeln:
Für den Einstieg bietet sich eine Ideensammlung an: Ausgehend vom Thema des Aufsatzes kann man mit Hilfe einer Mindmap sich einen Überblick über verschiedene Gesichtspunkte des Themas und ihre Zusammenhänge untereinander verschaffen. Anschließend gilt es, Struktur in die Sammlung zu bringen, quasi ein Konzept für den Aufsatz zu entwickeln:
chronologischer Aufbau: Es wird über nach Datum sortierte Ereignisse berichtet.
erörternder Aufbau: Die Ausgangsthese wird anhand von Pro- und Kontra-Argumenten geprüft.
Plädoyer: Das Plädoyer ist das einseitige Gegenstück zur Erörterung: Hier wird sehr voreingenommen und parteiisch für oder gegen die Ausgangsthese argumentiert, wobei mögliche Gegenargumente bereits entschärft werden sollen, bevor sie überhaupt erst vorgebracht werden können. Diese Form wird oft in der Interessenvertretung (z.B. SV, Schülerzeitung) genutzt.
analytischer Aufbau: Ausgehend von verschiedenen Symptomen oder Problemen, werden Erklärungs- oder Lösungsansätze entwickelt.
Erzählung: Kurzgeschichten, Erlebnisberichte, etc.  folgen keinem festgelegten Aufbau. Hier sollte man zunächst die Hauptpersonen und die Handlungsorte vorstellen und daraus chronologisch (nach der Reihenfolge der Ereignisse) die eigentliche Geschichte entwickeln.

Gliederung:
Zu den verschiedenen Aufsatztypen gibt es verschiedene Aufbauschemata. Ihnen gemein ist die Grobeinteilung in Einleitung, Hauptteil und Schluss:
Einleitung: Die Einleitung soll zum Thema hinführen, das zu lösende Problem oder die zu prüfende These vorstellen und Symptome oder Folgen skizzieren. Hierzu sollte man einen objektiven, beschreibenden Schreibstil wählen, keine Argumente oder Analysen vorwegnehmen. Gleichzeitig erwarten viele Lehrer (und auch pädagogisch nicht vorgebildete Leser), dass in der Einleitung Neugierde am Thema geweckt wird, teilweise werden Einleitungen daher sehr verkürzt, plakativ und reißerisch geschrieben.
Hauptteil: Die eigentliche Auseinandersetzung mit dem Thema findet im Hauptteil statt. Je nachdem, ob eine sachlich-objektive Erörterung oder eine subjektivere Aufsatzform gewählt wurde, sollte man hier entweder sachlich bleiben, Argumente gegenüber stellen und bestimmte Phänomene oder Ereignisse beschreiben oder man kann hier schon sprachliche Spitzen einbauen, sollte aber darauf achten, dass man sein Pulver nicht bis zum Schluss schon verschossen hat.
Schluss: Der Schluss eines Aufsatzes dient als Ausblick, Zusammenfassung oder zur persönlichen Stellungnahme. Hierbei ist es oft problematisch, sich nicht zu wiederholen. Bei einer Erörterung kann man die stärksten Argumente, die für die eigene Meinung sprechen, nochmals aufzählen. Bei einem Bericht oder einer Textanalyse sollte man eine Empfehlung formulieren…. usw. Der Schlussteil hängt sehr vom Aufsatztyp ab. Deswegen soll dieser kurze Überblick an dieser Stelle genügen.

…detaillierte Tipps und Aufbauschemata zur Erörterung und zur Inhaltsangabe

wenn einem gar nichts einfällt…
…hilft es, einfach draufloszuschreiben, was einem gerade einfällt. Egal, ob es zum Thema passt oder man gedanklich gerade mit etwas völlig anderem beschäftigt ist. Sobald man alles zu Papier gebracht hat, was einen die ganze Zeit abgelenkt hat, merkt man, dass sich die Gedanken plötzlich viel leichter ordnen lassen und man sich besser konzentrieren kann.

und zu guter letzt:
Kreativität kann man nicht erzwingen. Wenn man gar keine Idee hat, ist es tatsächlich besser, den Aufsatz auf einen besseren Tag aufzuschieben…

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